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Husten, Heiserkeit, Kloßgefühl:Erste Info-Website zu „stillem Reflux“ jetzt online!

Drucken 14.12.2011, 14:28 Uhr, Krankheiten
Haan, Dezember 2011. Erste umfassende Aufklärung zum nicht spürbaren „Sodbrennen“ im Rachen und den oberen Atemwegen: Unter www.stiller-reflux.de finden Betroffene ab sofort ausführliche Informationen, Empfehlungen und Kontaktadressen rund um Beschwerden, die möglicherweise im Zusammenhang mit dem bisher in den seltensten Fällen sicher diagnostizierten so genannten „stillen Reflux“ (aus dem Magen aufsteigende Säuregase im Rachen und den oberen Atemwegen) stehen. Anerkannte führende Fachmediziner haben damit erstmals eine unabhängige Informationsplattform sowohl für Betroffene als auch interdisziplinär zum gegenseitigen weiteren Erfahrungsaustausch auf wissenschaftlicher Ebene ins Leben gerufen.

Beim Säure-Reflux, unter dem aktuellen Schätzungen zufolge fast jeder Dritte von uns leidet, unterscheidet die Fachwelt zwei Varianten: Den Säure-Rückfluss vom Magen in die Speiseröhre (gastro-ösophagealer Reflux oder GERD =gastroesophageal reflux disease) mit typischen Begleiterscheinungen wie „Sodbrennen“ und den nicht spürbaren, da „stillen“ Reflux, bei dem Säure-Gase bis in die oberen Atemwege aufsteigen und kein Sodbrennen verursachen. Da der „stille“ Reflux ohne Sodbrennen auftritt und häufig im Rachen und in den oberen Atemwegen (laryngo-pharyngealer Reflux, kurz LPR) manchmal in der Herzgegend oder in den Bronchien Symptome verursacht, wird er oft nicht so leicht erkannt. Im Gegensatz zum Magen und zur Speiseröhre sind die Schleimhäute in dem Bereich der oberen Atemwege sehr empfindlich und damit besonders anfällig für flüssige oder gasförmige Säure. Die eher untypischen Beschwerden wie chronischer Husten, Kloßgefühl im Hals, Räusperzwang, Heiserkeit und Schluckbeschwerden werden selten in unmittelbarem Zusammenhang mit LPR gesehen, da dieser bis vor kurzem auch nicht einfach diagnostiziert werden konnte. Selbst Asthma oder eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) können durch stillen Reflux verstärkt werden. Betroffene haben oft eine jahrelange Odyssee mit typischen Fehldiagnosen wie „Allergie“ hinter sich. Ohne klar diagnostizierten Befund werden Patienten oftmals quasi „prophylaktisch“ über einen längeren Zeitraum mit Säureblockern therapiert – Nebenwirkungen und Folgeerkrankungen mitunter inclusive – oder sogar zur weiteren Abklärung und Behandlung zum Psychiater überwiesen, denn diese Symptomatik könnte auch psychisch bedingt sein, wenn keine nachweisbaren Messergebnisse vorhanden sind.

Betroffene finden jetzt unter www.stiller-reflux.de Rat, hilfreiche Anlaufstellen und ausführliche Informationen zu sinnvollen hochmodernen Diagnose- und Messverfahren wie der neuen Impedanz pH-Metrie, der larnygo-pharyngealen pH-Metrie (Säuremessung im Rachen) und wirksame, individuelle Therapien beim Facharzt.

Experten-Gremium schafft Transparenz und Hilfe
Führende Spezialisten aus verschiedenen Fachdisziplinen wie HNO, Gastroenterologie, Pulmonologie, Pädiatrie und Chirurgie haben sich hierfür erstmals zusammengeschlossen, um interdisziplinär Erfahrungen rund um den stillen Reflux auszutauschen und diesen weiter zu erforschen. Der unmittelbare Patientennutzen: Neueste Erkenntnisse und der direkte Draht zum erfahrenen Fachmediziner.

Weitere Infos: www.stiller-reflux.de


Autor / Kontakt:
Deutsche Stiftung für Gesundheitsinformation
Frau Sabine Sarrach
Haan

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