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Hammerzehen — Neues Implantat sorgt für Stabilität - Europaweit zweite Operation in der Paracelsus-Klinik Bremen

Drucken 02.02.2012, 13:42 Uhr, Krankheiten
Vor allem Frauen leiden unter ihr – der sogenannten Hammerzehe. Meist durch zu enges Schuhwerk hervorgerufen, handelt es sich um eine Fehlstellung, bei der sich ein oder mehrere Zehen krallenartig verkrümmen und mit der Zeit starke Schmerzen hervorrufen. Zur Behandlung steht seit diesem Monat ein neues Implantat zur Verfügung, das betroffene Zehen in die ursprüngliche Position zurückbringt. Dr. Elmar Ahrens, Orthopäde an der Paracelsus-Klinik Bremen, führte als einer der ersten Ärzte in Europa den minimalinvasiven Eingriff mit dem NextraTM-System durch. Unterstützung erhielt er dabei von zwei Doktoren aus dem New Yorker Lenox Hill Hospital, die das Implantat mitentwickelten. „Bereits bei der ersten Operation verlief alles reibungslos“, berichtet Dr. Ahrens begeistert. „Innerhalb von nur 15 Minuten haben wir die Fehlstellung der Zehe korrigiert.“ Besonderheit: Das kleine Implantat besteht aus zwei Teilen, die sich individuell an die Gegebenheiten anpassen lassen und mit einem Winkel von zehn Grad die natürliche Krümmung der Zehen aufweisen. „Es freut uns sehr, mit dieser Methode eine Vorreiterrolle in der Orthopädie einnehmen zu können“, betont Josef Jürgens, Verwaltungsdirektor der Paracelsus-Klinik. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, allen Patienten die bestmögliche Versorgung zu ermöglichen.“

Feste Verbindung
Bisher erfolgt die Operation von Hammerzehen gewöhnlich mithilfe eines sogenannten Kirschnerdrahtes. Für Patienten geht dieses Verfahren mit auch mit Nachteilen einher: Nach etwa vier Wochen erfolgt ein zweiter Eingriff, bei dem die Ärzte den Draht wieder entfernen. Während dieser Zeit steht intensive Schonung im Fokus. Zudem ragt ein Ende des Drahtes aus der Zehenspitze heraus, sodass ein erhöhtes Infektions- und Verletzungsrisiko besteht. Dr. Ahrens weiß: „Seit hundert Jahren greifen Mediziner bereits auf dieses Verfahren zurück.“ Durch das NextraTM-System entfällt der zweite Eingriff. Im Gegensatz zum Draht geht das Implantat eine feste Verbindung mit dem Knochen ein und sorgt direkt im Anschluss der Operation für eine gute Stabilität. Darüber hinaus behandeln Ärzte damit ausschließlich das betroffene Gelenk, ohne den Rest der Zehe zu verletzen. „Dank der Verwendung von zwei getrennten Teilen ist das neue Implantat reversibel. Das heißt, dass wir die Verbindung wieder lösen und während der Operation Korrekturen, wie etwa an der Achse, vornehmen können. Dadurch kann ganz individuell die natürliche Zehenposition des Patienten wiederhergestellt werden“, erläutert Dr. Ahrens einen weiteren Vorteil. Im Idealfall erfolgt der Eingriff ambulant, sodass Patienten schnell wieder in ihren Alltag zurückkehren. Schuhe mit fester Sohle unterstützen den Heilungsprozess und stabilisieren den Fuß.

Kurzprofil
Die Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH & Co. KGaA zählt mit 18 Akut-Krankenhäusern, 13 Reha-Kliniken sowie mehreren ambulanten Einrichtungen zu den großen privaten Klinikträgern in Deutschland. Bundesweit betreuen insgesamt ca. 5.000 Mitarbeiter jährlich etwa 100.000 stationäre Patienten. Sitz der Gesellschaft ist Osnabrück.


Autor / Kontakt:
Paracelsus-Klinik Bremen
Frau Aileen Holm
Bremen
URL: http://www.paracelsus-kliniken.de/bremen

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